Vortrag von Anne Clémentine Larroque, ausgebildete Historikerin und Expertin für Islamismus, Forschungsbeauftragte beim SG-CIPDR (Innenministerium)
Eintritt frei und kostenlos
Der französische Laizismus präsentiert sich gerne als etwas Besonderes, ebenso wie seine Auffassung von Republik und Staatsbürgerschaft. Auch die Europäer haben unterschiedliche Vorstellungen von diesen drei grundlegenden Elementen unserer Demokratien.
Wie werden wir also von unseren europäischen Partnern wahrgenommen? Werden wir missverstanden, wie es diejenigen gerne betonen, die unseren Laizismus weiterentwickeln möchten? Werden wir verstanden? Teilen wir im Gegenteil grundlegende Elemente des Laizismus, die das Ergebnis einer europäischen Auffassung vom Laizismus sind, wobei die Unterschiede in der jeweiligen Geschichte verwurzelt sind und als Ausprägungen gemeinsamer Prinzipien zu verstehen sind?
Frau Larroque befasst sich derzeit mit diesem Thema im Bereich der Radikalisierungsprävention. Sie ist die ideale Person, um einen Überblick über den Laizismus in Europa und die innereuropäischen Beziehungen im Zusammenhang mit Radikalisierungen zu geben. Da sich Frau Larroque im Zusammenhang mit dem Machtantritt der Islamisten in Tunesien, Marokko und Ägypten auch mit den Beziehungen zwischen Religion und Politik befasst hat, wird sie im Rahmen des Austauschs mit dem Publikum Einblicke in diese Länder geben können.
Dieser Vortrag bildet den Auftakt zur Veranstaltungsreihe zum Thema „Laizismus im Ausland“
, die uns im Laufe des Jahres in die Vereinigten Staaten, aber auch nach Indien führen wird.