Durch die Zusammenarbeit zwischen führenden französischen Industrieunternehmen und renommierten akademischen Einrichtungen soll die Forschungsvereinbarung Innovationen im Bereich Wasserstoff für alle Anwendungsbereiche vorantreiben, darunter auch Projekte zur CO₂-armen Stromerzeugung aus Gas sowie industrielle Anwendungen.
Dieses Memorandum schafft einen Rahmen für die Wasserstoffforschung (H₂) mit eigens dafür vorgesehenen Ressourcen in Frankreich, um ein gemeinsames Programm zu konzipieren und durchzuführen, das die Zusammenarbeit und Innovation im Hinblick auf die Energiewende fördert.
BELFORT, Frankreich – 30. September 2021 – General Electric, GRT Gaz, Ineris, McPhy und das Netzwerk der französischen Technischen Hochschulen (UTBM, UTC und UTT) haben heute die Unterzeichnung einer Absichtserklärung bekannt gegeben, mit der ein Rahmen für die Forschung im Bereich Wasserstoff zur Stromerzeugung geschaffen wird.
Diese Zusammenarbeit zielt darauf ab, das Wissen in Forschung und Entwicklung hinsichtlich der Erzeugung, des Transports, der Speicherung, der Verteilung und der Sicherheit im Zusammenhang mit Wasserstoff für alle Anwendungsbereiche, einschließlich der Stromerzeugung, zu vertiefen. Sie ermöglicht die Schaffung eines in Frankreich ansässigen Forschungszentrums, das sich insbesondere mit der konkreten Anwendung von Wasserstoff als Brennstoff für die Energieerzeugung mittels Gasturbinen befassen wird. Neben der Integration der erforderlichen Systeme befassen sich diese Arbeiten auch mit der Modellierung ihrer Funktionsweise, der Entwicklung spezifischer Zubehörteile und Komponenten sowie der Sicherheit und Zertifizierung der Systeme.
An dieser Zusammenarbeit sind beteiligt:
- GE Gas Power – ein weltweit führender Anbieter von Technologien, Dienstleistungen und Lösungen im Bereich der Erdgasversorgung;
- GRTgaz – ein europäischer Marktführer im Bereich des Gastransports und ein weltweit anerkannter Experte für Gasversorgungssysteme. In Frankreich betreibt das Unternehmen mehr als 32.000 km unterirdische Rohrleitungen, um Gas von den Lieferanten zu den an sein Netz angeschlossenen Verbrauchern zu transportieren, und investiert in innovative Lösungen, um erneuerbare Gase und Wasserstoff in sein Netz zu integrieren;
- Ineris – Das Nationale Institut für Industrieumwelt und Risiken ist die maßgebliche staatliche Fachbehörde im Bereich technologischer Risiken
- McPhy – ein Industriekonzern, der sich auf Anlagen zur Erzeugung und Verteilung von CO₂-freiem Wasserstoff (Elektrolyseure und Tankstellen) spezialisiert hat;
- Die französischen Technischen Universitäten – die UTBM in Belfort-Montbéliard, die UTC in Compiègne und die UTT in Troyes – diese drei Einrichtungen sind im Netzwerk der Technischen Universitäten (UT) zusammengeschlossen, um ein gemeinsames, innovatives Ausbildungs- und Forschungsmodell strukturell zu verankern, zu teilen und zu fördern. Diese drei Einrichtungen sind öffentliche Einrichtungen mit wissenschaftlichem, kulturellem und berufsbezogenem Charakter, deren Hauptaufgaben in der Ausbildung von Ingenieuren und der technologischen Entwicklung bestehen.
Dieser neue Forschungsrahmen zum Thema Wasserstoff umfasst vier Bereiche, die sich auf verschiedene Aspekte der Entwicklung und der Versorgung von mit Wasserstoff betriebenen Gaskraftwerken konzentrieren:
- die Systemintegration und die Modellierung der Betriebsfähigkeit mit dem Ziel, ein integriertes Modell für Verbrennungsturbinen sowie für die Speicherung, Mischung und den Verbrauch von Wasserstoff zu entwickeln und wirtschaftliche Lösungen zu entwerfen, die den Marktanforderungen entsprechen. Dieses Modell zielt darauf ab, eine ganzheitliche Lösung zu entwickeln, deren Kern eine mit Wasserstoff betriebene Gasturbine bildet, die bei Bedarf Strom liefert und die Netzstabilität vor dem Hintergrund der Reduzierung der CO₂-Emissionen gewährleistet;
- Forschung und Entwicklung im Bereich Zubehör und Komponenten für die Wasserstoffproduktion, insbesondere die Entwicklung von Ausrüstung (Ventile, Schläuche, Dichtungen, Analysegeräte/Detektoren, Durchflussmesser usw.), die Vereinfachung von Entlüftungssystemen sowie die Gastrennungstechnologie. Dieser Bereich konzentriert sich daher auf die Qualifizierung aller Peripheriesysteme, die für den Betrieb eines Kraftwerks erforderlich sind, um die Umrüstung bestehender Gaskraftwerke auf einen Betrieb mit höheren Wasserstoffanteilen im Kraftstoff zu ermöglichen;
- die Sicherheit und Zertifizierung von Komponenten und Systemen, um höchste Sicherheitsstandards zu gewährleisten;
- eine mit einem Elektrolyseur ausgestattete Testplattform, um die entwickelten Konzepte und Lösungen in die Praxis umzusetzen und im industriellen Maßstab zu validieren. Dieser Teil umfasst die Erweiterung der Kapazitäten des Wasserstoff-Prüfstands am Produktionsstandort von GE Gas Power in Belfort, wo die fortschrittliche Gasturbine 9HA hergestellt wird.
Parallel zu diesen Arbeiten wird die Einrichtung eines Forschungszentrums zum Thema Wasserstoff es ermöglichen, Studierende der beteiligten Hochschulen aufzunehmen, wobei eine Anschubfinanzierung und eine Betreuung bereitgestellt werden, um das Forschungsprogramm auf den Weg zu bringen. Diese Zusammenarbeit soll das Interesse der wichtigsten europäischen oder nationalen Innovationsakteure wecken, die für die Konstruktion, Entwicklung, Produktion und Nutzung von H₂-Systemen sowie deren nachfolgende Phasen (Machbarkeitsprüfung, Konstruktion, Installation/Montage und Inbetriebnahme von Prototypen) zuständig sind.
Einige Aussagen:
„Diese neue Allianz unterstreicht die Führungsrolle von GE bei der Suche nach Lösungen zur Dekarbonisierung der Stromerzeugung in der Region Bourgogne-Franche-Comté, in Frankreich, Europa und weltweit. Es ist uns eine Ehre, bei diesem wichtigen Vorhaben unsere Kräfte mit öffentlichen Einrichtungen und führenden Unternehmen sowohl auf nationaler als auch auf lokaler Ebene im Ökosystem von Belfort zu bündeln. GE blickt auf eine lange Geschichte der Innovation zurück, und wir freuen uns darauf, unsere 80-jährige Erfahrung in der Entwicklung von Gasturbinen sowie mehr als 8 Millionen Stunden an Erkenntnissen aus der Verbrennung von Wasserstoffgemischen in unseren Anlagen zu nutzen, um konkrete Lösungen zu finden, die die Entwicklung der Wasserstofftechnologie beschleunigen werden“, erklärte Martin O’Neill, Vizepräsident für Strategie bei GE Gas Power.
„Forschung und Entwicklung sind von zentraler Bedeutung, um die Energiewende zu beschleunigen und zum Erfolg zu führen. Wir sind stolz darauf, uns dieser Allianz anzuschließen, um unser Wissen und unsere Kompetenzen im Dienste der Wasserstoffentwicklung einzubringen. Über seine F&E-Abteilung RICE (Research & Innovation Center for Energy) wird GRTgaz seine anerkannten Experten und seine hochmoderne Infrastruktur mobilisieren, um die verschiedenen Arbeiten zu begleiten, innovative und zuverlässige Lösungen zu identifizieren und den Aufschwung der Wasserstoffnutzung zu unterstützen“, erklärte Pierre Blouet, Direktor von RICE – GRTgaz.
„Die Gewährleistung der Sicherheit neuer Wasserstoffverfahren und -systeme ist eine unverzichtbare Voraussetzung für den erfolgreichen Ausbau dieses Sektors. Im Rahmen dieser Forschungskooperation freut sich das Ineris, sein seit über 25 Jahren vorhandenes Fachwissen im Bereich Wasserstoff einzubringen, um die industriellen Innovationen von morgen zu unterstützen, die für die Energiewende notwendig sind“, so Franz Lahaie, Beauftragter für Wasserstoff beim Ineris.
Luc Poyer, Vorstandsvorsitzender von McPhy, erklärt:„In dieser Arbeitsgruppe wird McPhy im Sinne einer branchenübergreifenden Zusammenarbeit zur Bündelung und gegenseitigen Weiterentwicklung von Wissen beitragen. Diese Initiative markiert einen weiteren Meilenstein für McPhy, das den Aufbau technischer und industrieller Kompetenzen in den Regionen vorantreibt. Wir sind stolz darauf, auf diese Weise zur Festigung einer französischen Branche beizutragen, die in der Wasserstofftechnologie eine Vorreiterrolle einnimmt.“
Über GE Gas Power
GE Gas Power ist ein weltweit führender Anbieter von Technologien, Dienstleistungen und Lösungen im Bereich der Erdgasversorgung. Durch kontinuierliche Innovation und eine enge Partnerschaft mit unseren Kunden liefern wir fortschrittlichere, sauberere und effizientere Energie, auf die die Menschen heute angewiesen sind, und entwickeln die Energietechnologien der Zukunft. Mit der weltweit größten installierten Basis an Gasturbinen und mehr als 200 Millionen Betriebsstunden im gesamten GE-Bestand bieten wir fortschrittliche Technologie und ein in der Branche unübertroffenes Maß an Erfahrung beim Bau, Betrieb und der Wartung von erstklassigen Gaskraftwerken. Weitere Informationen finden Sie unterwww.ge.com/power/gas. Verfolgen Sie alle Neuigkeiten zu GE Gas Power aufTwitterund LinkedIn.
Über GRTgaz
GRTgaz ist mit 32.500 km Rohrleitungen und einem Transportvolumen von 640 TWh der zweitgrößte Gasnetzbetreiber in Europa. Das Unternehmen beschäftigt 3.000 Mitarbeiter und erzielte im Jahr 2020 einen Umsatz von fast 2,3 Milliarden Euro. Das Leitbild von GRTgaz lautet: „Gemeinsam ermöglichen wir eine sichere, bezahlbare und klimaneutrale Energiezukunft.“ GRTgaz ist ein innovatives Unternehmen, das sich derzeit im Wandel befindet, um sein Netz an die neuen ökologischen und digitalen Herausforderungen anzupassen. Es setzt sich für einen zu 100 % klimaneutralen französischen Gasmix bis zum Jahr 2050 ein. Es unterstützt die Bereiche Wasserstoff und erneuerbare Gase (Biomethan sowie Gas aus festen und flüssigen Abfällen). GRTgaz erfüllt Aufgaben im öffentlichen Dienst, um die Sicherheit der Gasversorgung seiner 945 Kunden (Versender, Verteiler, Industrieunternehmen, Anlagen und Biomethanproduzenten) zu gewährleisten. Mit seinen Tochtergesellschaften Elengy, dem europäischen Marktführer für LNG-Terminaldienstleistungen, und GRTgaz Deutschland, dem Betreiber des MEGAL-Fernleitungsnetzes in Deutschland, spielt GRTgaz eine Schlüsselrolle in der europäischen Gasinfrastrukturlandschaft. Das Unternehmen exportiert sein Know-how international, insbesondere die von seinem Forschungszentrum RICE entwickelten Dienstleistungen. Besuchen Sie uns auf www.grtgaz.com, Twitter und LinkedIn.
Über das Ineris
Das Ineris, eine öffentliche Einrichtung unter der Aufsicht des Ministeriums für ökologischen Wandel, baut seit 30 Jahren eine maßgebliche französische Fachkompetenz im Dienste der staatlichen Risikopräventionspolitik auf. Die Einzigartigkeit seiner Fachkompetenz beruht auf starken Kapazitäten in der angewandten Forschung und auf seinem Praxiswissen, das durch seine Arbeit im Dienste der Industrie erworben wurde. Im Rahmen der Energiewende trägt das Ineris zur Beherrschung der mit der Wasserstoffbranche verbundenen Risiken bei. Es stützt sich dabei auf seine Testanlagen und sein langjähriges Wissen über gefährliche Phänomene, um eine saubere und sichere Entwicklung der Branche zu gewährleisten.
Über McPhy
Als Spezialist für Anlagen zur Erzeugung und Verteilung von Wasserstoff trägt McPhy zum weltweiten Ausbau von CO₂-freiem Wasserstoff als Lösung für die Energiewende bei.
Mit seinem umfassenden Produktportfolio für die Bereiche Industrie, Mobilität und Energie bietet McPhy seinen Kunden schlüsselfertige Lösungen, die auf ihre jeweiligen Anwendungsbereiche zugeschnitten sind – von der Versorgung mit industriellen Rohstoffen über das Aufladen von Elektrofahrzeugen mit Brennstoffzellen bis hin zur Speicherung und Verwertung von Stromüberschüssen aus erneuerbaren Energiequellen.
McPhy ist seit 2008 als Entwickler, Hersteller und Integrator von Wasserstoffanlagen tätig und verfügt über drei Entwicklungs-, Konstruktions- und Produktionszentren in Europa (Frankreich, Italien, Deutschland). Seine internationalen Tochtergesellschaften sorgen für eine breite Vermarktung seiner innovativen Wasserstofflösungen.
McPhy ist an der Euronext Paris notiert (Segment C, ISIN-Code: FR0011742329, Tickersymbol: MCPHY).
Über die französischen Technischen Hochschulen (UTBM, UTC und UTT)
Seit 2013 sind die UTBM in Belfort-Montbéliard, die UTC in Compiègne und die UTT in Troyes im Netzwerk der Technologieuniversitäten (UT) zusammengeschlossen, um ein gemeinsames, innovatives Ausbildungs- und Forschungsmodell strukturell zu verankern, zu teilen und zu fördern. Diese drei Einrichtungen sind öffentliche Hochschulen mit wissenschaftlichem, kulturellem und berufsorientiertem Charakter, deren Hauptaufgaben in der Ausbildung von Ingenieuren und der technologischen Entwicklung bestehen. Die UTBM, die UTC und die UTT sind sowohl Ingenieurshochschulen (Mitglieder der „Conférence des Grandes Écoles“ und der „Conférence des Directeurs des Écoles Françaises d’Ingénieur“), die von der „Commission des Titres d’Ingénieurs“ (CTI) anerkannte Abschlüsse verleihen, als auch Universitäten (Mitglieder der „Conférence des Présidents d’Université“). Somit vereinen die französischen Technologieuniversitäten den Ruf der Ingenieurshochschulen mit den Vorteilen der Universitäten. Seit der Gründung der UTC im Jahr 1972, der UTBM im Jahr 1985 und der UTT im Jahr 1994 haben diese drei Einrichtungen mehr als 25.000 Ingenieure ausgebildet. Die UTBM ist Gründungsmitglied der Université Bourgogne Franche-Comté und unterhält einen Industrie-Lehrstuhl in Zusammenarbeit mit GE. Die UTC ist Mitglied der Alliance Sorbonne Université. Die UTT ist Mitglied der Alliance Université de technologie européenne – EUt+.
h4>Contact presse :
- GE Gas Power: Ema Hazan – 06.64.56.11.74 – ema.hazan@plead.fr
- Ineris: Karine Grimault – 0033.6. 49.33.49.60 – karine.grimault@ineris.fr
- McPhy: Nicolas Merigeau – Agentur NewCap – +33 (0)1 44 71 94 98 – mcphy@newcap.eu
- UTBM: François Jouffroy – +33 (0) 3 84 58 32 82 / 81 – francois.jouffroy@utbm.fr